Alles begann mit einem Pferd

Jennifer Reupke • 21. Februar 2026
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem Plan.
Sondern mit einer Herausforderung.

Mein Weg begann mit meinem ersten eigenen Pferd.
Er war nicht einfach.
Er war krank, körperlich und seelisch.
Er war sensibel, widersprüchlich, fordernd.
Und er war mein absolutes Seelenpferd.

Damals dachte ich noch, Training bedeutet, Dinge richtig zu machen.
Lektionen sauber zu reiten.
Probleme konsequent zu lösen.

Heute weiß ich:
Echte Entwicklung beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Vertrauen.

Wenn „mehr Mühe“ nicht die Lösung ist

Viele Freizeitreiterinnen geben sich unheimlich viel Mühe. Sie lesen, sie probieren aus, sie buchen Unterricht, sie wollen es richtig machen. Und trotzdem bleibt oft dieses Gefühl:


  • Irgendetwas fehlt.
  • Irgendetwas ist nicht rund.
  • Warum kommen wir nicht wirklich weiter?


Oft liegt es nicht am Können. Sondern an der fehlenden Struktur. Training ohne Plan wird zufällig. Haltung ohne Klarheit wird Kompromiss. Fütterung ohne Wissen wird Experiment. Und irgendwann entsteht Frust, auf beiden Seiten.

Der Wendepunkt

Mein Pferd hat mich gezwungen, umzudenken. Ich musste lernen, genauer hinzusehen. Nicht nur im Training. Sondern im Stall. Im Alltag. In meinen Entscheidungen. Ich begann zu verstehen:


Respekt bedeutet nicht Härte. Sondern Verantwortung. Harmonie bedeutet nicht, dass alles leicht ist. Sondern dass es stimmig wird. Und Vertrauen entsteht nicht durch schöne Worte, sondern durch Verlässlichkeit.


Diese drei Gedanken begleiten mich bis heute. Nicht als Schlagworte. Sondern als Maßstab.


Trust - Respekt - Harmony

Warum Haltung und Training untrennbar sind

Ein Pferd kann nicht im Training losgelöst von seinem Alltag betrachtet werden. Wenn es sich zu wenig bewegt, wenn es Stress in der Gruppe hat, wenn die Fütterung nicht passt, wenn Pausen fehlen oder Überforderung entsteht, zeigt sich das im Training.


Nicht immer laut. Aber spürbar. Und genauso wirkt dein eigener Zustand. Wenn du gestresst bist, wenn du ohne Plan in den Stall fährst, wenn du zwischen Familie, Arbeit und Pferd hin- und hergerissen bist, trägt dein Pferd das mit.


Nicht, weil es „kompliziert“ ist. Sondern weil es ehrlich ist.

Struktur als Form von Respekt

Struktur klingt für viele nach Druck. Nach Listen. Nach Disziplin. Für mich ist Struktur etwas anderes. Struktur bedeutet:


 • zu wissen, wo du stehst

 • zu wissen, was dein Pferd braucht

 • realistische Ziele zu setzen

 • regelmäßig zu reflektieren


Nicht perfekt. Aber bewusst. Das ist kein starres System. Es ist ein Rahmen. Und in diesem Rahmen entsteht Ruhe.

Für die, die mehr wollen

Vielleicht reitest du „nur“ freizeitmäßig. Vielleicht hast du keine Turnierambitionen. Vielleicht möchtest du einfach ein gesundes, zufriedenes Pferd. Oder du bist ambitioniert. Du möchtest vorankommen. Du willst dein Pferd fördern, ohne es zu überfordern. Beides hat eines gemeinsam:


Du brauchst Klarheit. Nicht jeden Tag ein neues Konzept. Nicht jede Woche eine neue Methode. Sondern einen roten Faden.

Mein Weg, und vielleicht auch deiner

Aus meinem ersten Pferd entstand kein perfekter Plan. Es entstand ein Prozess. Ein Weg, der Training, Haltung, Fütterung und persönliche Entwicklung miteinander verbindet.


Nicht, weil es modern klingt. Sondern weil es logisch ist. Heute weiß ich:


Wenn du dein Pferd wirklich gesund erhalten willst, musst du bereit sein, dein eigenes System zu hinterfragen. Und manchmal beginnt das nicht mit einer großen Entscheidung. Sondern mit einem ehrlichen Blick. Vielleicht stehst du gerade an so einem Punkt. Dann bleib. Lies weiter. Hinterfrage. Beobachte. Dran bleiben lohnt sich.

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