Natürliche & naturnahe Fütterung
- was natürliche Pferdefütterung bedeutet
- warum sie immer individuell ist
- und warum weniger oft mehr ist
Was bedeutet natürliche & naturnahe Pferdefütterung?
Natürliche Pferdefütterung orientiert sich an den Bedürfnissen des Pferdes als Pflanzenfresser, nicht an Trends, Marken oder pauschalen Fütterungskonzepten.
Im Mittelpunkt stehen:
- eine funktionierende Verdauung
- ein gesunder Stoffwechsel
- eine kontinuierliche Nährstoffversorgung
- und ein Pferd, das im Alltag leistungsfähig und ausgeglichen bleibt
Naturnah bedeutet dabei nicht „ursprünglich um jeden Preis“, sondern praxisnah, realistisch und anpassbar.
Jedes Pferd ist individuell
Auch wenn zwei Pferde gleich aussehen, gleich alt sind oder gleich gearbeitet werden, ihre Bedürfnisse können stark variieren.
Einflussfaktoren sind unter anderem:
- Haltung
- Bewegungsumfang
- Rasse & Stoffwechseltyp
- Alter
- Gesundheitszustand
- Alltag und Nutzung
Natürliche Pferdefütterung berücksichtigt diese Unterschiede und verzichtet bewusst auf starre Fütterungsschemata.
Raufutter – die Basis jeder Fütterung

Egal welches Fütterungskonzept man verfolgt:
Ohne eine gute Raufutterversorgung funktioniert keine Pferdefütterung dauerhaft.
Raufutter beeinflusst:
- Kauverhalten
- Speichelproduktion
- Darmgesundheit
- Stoffwechsel
- Verhalten und Wohlbefinden
Qualität, Menge und Verfügbarkeit sind entscheidender als jedes noch so hochwertige Zusatzfutter. Deshalb beginnt eine sinnvolle Fütterungsbetrachtung immer beim Raufutter
Kraftfutter & Ergänzungen – gezielt und bewusst
Kraftfutter, Mineralfutter und Ergänzungen können sinnvoll sein, wenn sie gezielt eingesetzt werden.
Naturnahe Fütterung bedeutet:
- Ergänzen, wo Bedarf besteht
- nicht kompensieren, was an anderer Stelle fehlt
- Überversorgung vermeiden
- Fütterung regelmäßig überprüfen und anpassen
Nicht jedes Pferd braucht viel, aber jedes Pferd braucht das Passende.
Ganzheitlich denken: Fütterung ist mehr als Futter
Fütterung funktioniert nicht isoliert. Haltung, Bewegung und Fütterung greifen ineinander.
Ein Pferd, das:
- sich regelmäßig bewegt
- ausreichend frisst
- Ruhephasen hat
- artgerecht gehalten wird
kann Nährstoffe besser verwerten als ein Pferd, dessen Alltag nicht zu seinen Bedürfnissen passt. Natürliche Pferdefütterung betrachtet deshalb immer das ganze Pferd.
Wo solltest du starten?
Wenn du deine Pferdefütterung überdenken oder neu strukturieren möchtest, beginne nicht mit Listen und Berechnungen.
Beginne mit:
- der Raufutterversorgung
- der Beobachtung deines Pferdes
- einfachen, klaren Strukturen
Alles Weitere baut darauf auf.
Fazit
Natürliche und naturnahe Pferdefütterung ist kein festes System.
Sie ist ein Weg, der sich am Pferd orientiert, nicht am Futterplan. Wer die Grundlagen versteht, kann bewusster entscheiden, Überforderung reduzieren und langfristig zu einer stabilen, gesunderhaltenden Fütterung finden.
Wenn du tiefer in die Grundlagen der Raufutterversorgung einsteigen möchtest,
findest du hier weitere Informationen:









