Warum Life Way Dreams gerade einen neuen Weg einschlägt
Warum Life Way Dreams gerade einen neuen Weg einschlägt
Es gibt Momente im Leben, in denen man einfach einmal Abstand braucht. Nicht, weil etwas schlecht läuft oder man alles über den Haufen werfen möchte, sondern weil man im Alltag manchmal gar nicht mehr erkennt, was man eigentlich schon aufgebaut hat.
Genau so ging es mir in diesem Sommerurlaub.
Zum ersten Mal seit Langem hatte ich Zeit, nicht nur abzuschalten, sondern wirklich nachzudenken. Über meine Pferde, über meine Arbeit und natürlich auch über Life Way Dreams. Während ich so über die letzten Monate nachgedacht habe, ist mir bewusst geworden, wie unglaublich viel bereits entstanden ist. Blogartikel, YouTube-Videos, Checklisten, neue Ideen und unzählige Gedanken rund um Haltung, Fütterung und Training.
Und trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass etwas fehlt.
Nicht das Wissen. Nicht die Leidenschaft. Sondern ein klarer roter Faden.
Vielleicht ist es euch sogar manchmal ähnlich gegangen. Mal habe ich über artgerechte Haltung gesprochen, dann über Grundfutter, anschließend über Mineralfutter, später über Training und zwischendurch wieder über Struktur und Planung. Jedes einzelne Thema ist für sich unglaublich wichtig und trotzdem habe ich irgendwann gemerkt, dass ich eigentlich nie über verschiedene Themen gesprochen habe.
Ich habe die ganze Zeit über ein und dasselbe gesprochen, darüber, wie wir unsere Pferde langfristig gesund erhalten können.
Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass genau darin der Kern meiner Arbeit liegt. Ein Pferd wird nicht gesund, weil es ein gutes Mineralfutter bekommt. Es wird auch nicht gesund, weil es besonders viel trainiert wird oder in einem Offenstall lebt. Erst wenn all diese Dinge zusammenpassen, entsteht ein stabiles Fundament. Haltung, Fütterung und Training lassen sich für mich deshalb gar nicht voneinander trennen. Sie beeinflussen sich jeden einzelnen Tag gegenseitig.
Besonders deutlich hat mir das in den vergangenen Monaten wieder Lilly gezeigt. Nach ihrer längeren Trainingspause war schnell zu sehen, dass sie Muskulatur verloren hatte. Früher hätte ich wahrscheinlich zuerst daran gedacht, wieder mehr zu trainieren. Heute denke ich ganz anders.
Bevor ich überhaupt an Training denke, frage ich mich zuerst, wie das Pferd lebt. Bekommt es genügend freie Bewegung? Passt die Fütterung noch zu seiner aktuellen Situation? Fehlen vielleicht wichtige Nährstoffe? Wie belastbar ist der Körper überhaupt? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, macht es Sinn, über Training nachzudenken.
Und genau das hat mir noch einmal gezeigt, dass Training viel früher beginnt, als wir oft glauben.
In den letzten Monaten ist mir noch eine weitere Erkenntnis immer wichtiger geworden. Wenn wir über Pferdetraining sprechen, denken die meisten Menschen sofort ans Reiten. Ich inzwischen gar nicht mehr.
Natürlich gehört Reiten für mich dazu. Aber heute bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass ein Pferd zunächst lernen muss, seinen Körper überhaupt richtig einzusetzen. Es muss Vertrauen entwickeln, seinen Körper koordinieren können, Balance finden und verstehen, wie Kommunikation zwischen Mensch und Pferd funktioniert. Genau diese Arbeit findet zum großen Teil vom Boden aus statt, teilweise aber auch schon aus dem Sattel, und trotzdem hat sie mit dem eigentlichen Reiten noch gar nicht viel zu tun.
Ich nenne diesen Bereich inzwischen ganz bewusst Basisarbeit.
Für mich ist sie die Grundlage für alles, was später kommt. Ohne eine gute Basis kann ein Pferd zwar vielleicht funktionieren, aber es wird niemals zu einem dauerhaft gesunden, tragfähigen und sicheren Reitpferd werden. Und das Schöne daran ist, dass diese Basis nie an Bedeutung verliert. Ganz im Gegenteil. Immer dann, wenn später einmal Probleme auftreten, Unsicherheiten entstehen oder man im Training nicht weiterkommt, kann man genau dorthin zurückkehren. Zur Basis. Sie ist der Anker, auf den wir uns jederzeit verlassen können.
Während meines Urlaubs wurde mir deshalb klar, dass Life Way Dreams eigentlich nie aus verschiedenen Themen bestanden hat. Ich selbst habe sie nur lange als einzelne Bereiche betrachtet. In Wirklichkeit war es schon immer ein großes Ganzes.
Genau aus diesem Gedanken entsteht nun das Life Way Dreams System.
Nicht, weil ich alles verändern möchte. Ganz im Gegenteil. Alles, was bisher entstanden ist, gehört zu meinem Weg und bleibt genauso bestehen. Jeder Blogartikel, jedes Video und jede Checkliste spiegeln meine Erfahrungen und meine persönliche Entwicklung wider. Sie haben alle ihren Platz und ich bin stolz auf das, was in den vergangenen Monaten entstanden ist.
Ich möchte diesen Inhalten jetzt einfach einen Rahmen geben. Einen Weg, auf dem ihr euch leichter orientieren könnt und jederzeit wisst, wo ihr gerade steht und welcher nächste Schritt für euch und euer Pferd sinnvoll ist.
Auch ich befinde mich auf einer Reise. Ich lerne jeden Tag dazu, durch meine eigenen Pferde, durch meine Kunden, durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und manchmal auch durch Fehler. Ich glaube sogar, dass genau das wichtig ist. Denn nur wer bereit ist, seinen eigenen Weg immer wieder zu hinterfragen, kann sich weiterentwickeln.
Und genau deshalb darf sich auch Life Way Dreams weiterentwickeln.
In den nächsten Wochen werde ich euch Schritt für Schritt mit in dieses neue System nehmen. Manche Inhalte kennt ihr bereits, andere werden neu entstehen und vieles wird einfach seinen festen Platz bekommen. Mein Wunsch ist dabei nicht, möglichst viele Produkte zu entwickeln. Mein Wunsch ist vielmehr, euch Orientierung zu geben. Dass ihr jederzeit wisst, wo ihr mit eurem Pferd gerade steht, was es wirklich braucht und welcher Schritt der richtige ist.
Denn genau das wünsche ich mir auch für mich selbst.
Mehr Klarheit. Weniger Verzetteln. Einen roten Faden.
Und ich freue mich sehr darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch weiterzugehen.










