Nachdem wir 2008 unseren Hof gekauft haben, ging es los...
Zuvor stelle es sich als wirklich mehr als schwer heraus, einen Pensionsstall zu finden, welcher wirklich meinen Ansprüchen entsprach. Und welcher von seinen Gegebenheiten, auch wirklich zu meinem Pferd passte. Aufstallung bzw.
Boxenzeiten, Futter, Reit oder Bewegungsmöglichkeiten, oder aber auch der allgemeine Umgang. Irgendwas war immer nicht wirklich optimal. Leider!!! Denn in vielen Anlagen steckte eine Menge Potential...
Mit hohen Ansprüchen an mich selber ging es dann los mit den ersten Umbauten und der Suche nach Einstellern.
Denn eine stabile und harmonische Herde waren mir sehr wichtig um meinen Pferde den nötigen Sozialkontakt und Sicherheit geben zu können!
Begonnen haben wir damals, da ich es eben so kannte, mit nachts Boxenhaltung und tagsüber Gemeinschaftspaddock. Heu gab es auch schon damals sowohl drin als auch draußen 24/7 zur freien Verfügung.
Allerdings merkte man fast täglich beim Rein und Rausbringen, den Stress welchen die Pferde hatten. Nervös waren alle nach dem Frühstück, wann es endlich raus geht. Die ersten ein bis zwei Pferde ließen sich aber wenigstens noch ganz gut führen. Aber die letzten, das war immer ein Abenteuer!
Nach recht kurzer Zeit haben wir ausgebaut und einen weiteren Stall mit 6 Boxen ist entstanden.
Ich habe mich riesig über die größer werdende Herde gefreut. Aber, nun stand die Herde in zwei unterschiedlichen Ställen. Im Sommer war dies kein Problem. Wir hatten ausreichend Gründland pachten können, dass die Pferde zu dieser Zeit 24/7 auf der Wiese standen. Aber in den Wintermonaten am Haus, ging es nach wie vor noch in die Boxen.
Die Herde wurde also jede Nacht immer wieder getrennt. Sensible Herdenmitglieder hatten dadurch enormen Stress. Dies zeigte sich durch Kreiseln in der Box, stundenlanges Rufen und durch hektisches und hastiges Fressen. Ebenso das Rausbringen am Morgen wurde nicht leichter.
Einige der Boxen hatten wir zwar schon zu Paddockboxen umgebaut, allerdings war dies nur schön für die Pferde, welche in solchen standen.
Für die anderen war dies sicher noch unentspannter. Da nun die im selben Stall stehenden Pferde zusätzlich immer wieder aus dem Sichtfeld verschwanden, trotz das sie im selben Gebäude lebten.
Das musste geändert werden. Und da ich mich stetig immer mit dem Thema Pferdehaltung auseinandergesetzt habe war schnell klar...
Alle Pferde Tag und Nacht zusammen. Kein Rein und Rausbringen mehr. Entspanntes gemeinsames Fressen und zu jeder Zeit die Möglichkeit zur freien Bewegung, so wie es jedes einzelne Pferd braucht.
Gesagt getan.
Die Boxen im großen ber Stall wurden demontiert und so hatten nun alle, teils 10 Pferde einen Offenstall von ca 95 Quadratmeter. Allerdings war dies noch nicht alles. Ich hatte weitere Pläne...
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