Ich bin Lilly, sensibel, ehrgeizig und stärker als meine Diagnose
Equines Asthma, wenn Atmen plötzlich Arbeit wird
Es gab Zeiten, da war Atmen für mich nicht selbstverständlich. Husten. Enge. Leistungsabfall. Ich habe inhaliert. Ich bekam Cortison. Und ja, es half. Aber es löste nicht die Ursache.
Equines Asthma ist keine Kleinigkeit. Es ist eine chronische Atemwegserkrankung, bei der feinste Staubpartikel, Schimmelsporen oder ungeeignete Haltung massive Entzündungsreaktionen auslösen können. Viele Pferdebesitzer erleben genau das:
Symptome werden behandelt, aber das System bleibt belastet.
Der Wendepunkt: Haltung, Fütterung, Bewegung
Heute bin ich seit einem Jahr:
• frei von Cortison
• ohne regelmäßiges Inhalieren
• deutlich stabiler in meiner Atmung
Und das kam nicht über Nacht. Es kam durch:
- Offenstallhaltung mit frischer Luft
- optimierte Raufutterqualität
- staubarmes Management
- angepasste Mineralisierung
- konsequente, durchdachte Bewegung
Denn Bewegung ist für uns Pferde kein „Zusatz“. Sie ist Therapie. Gerade bei Atemwegserkrankungen unterstützt kontrollierte Bewegung die Lungenfunktion, fördert Sekrettransport und verbessert die Sauerstoffversorgung.
Arthrose, wenn Bewegung gleichzeitig Lösung ist
Mit 24 Jahren gehöre ich zum „älteren Semester“. Und ja, auch Arthrose begleitet mich. Viele denken bei Arthrose sofort an Schonung. Doch das Gegenteil ist oft richtig. Gezieltes Training:
- fördert die Gelenkschmierung
- erhält Muskulatur
- stabilisiert das Bewegungssystem
- reduziert Schmerzspitzen
Stillstand hingegen verschlechtert häufig die Situation. Ich werde nicht mehr wie mit zehn trainiert. Aber ich werde trainiert. Mit Verstand. Mit Pausen. Mit Struktur. Mit einem klaren Plan.
Sensibel sein ist keine Schwäche
Ich bin kein nervenstarkes Pony wie Melody. Ich reagiere schneller. Ich nehme Stimmungen auf. Ich fahre manchmal hoch. Aber ich komme auch wieder runter, wenn mein Mensch weiß, wie. Und genau hier zeigt sich ein weiterer Aspekt von Pferdegesundheit:
Gesundheit ist nicht nur körperlich. Sie ist auch mental. Ein sensibles Pferd braucht:
- klare Kommunikation
- verlässliche Abläufe
- ruhige Führung
- faire Anforderungen
Wenn diese Basis stimmt, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen reduziert Stress. Und weniger Stress entlastet wiederum Atemwege und Stoffwechsel. Alles hängt zusammen.
Training älterer Pferde, Aufbau statt Abbau
Mit 24 Jahren beginne ich keinen Ruhestand. Ich beginne bewussteres Training. Nach der Winterpause bedeutet das:
- langsamer Muskelaufbau
- angepasste Intensität
- längere Aufwärmphasen
- regelmäßige Kontrolle
- realistische Ziele
Ein älteres Pferd braucht keinen Leistungsdruck. Es braucht: Struktur. Kontinuität. Und Verständnis.
Was meine Geschichte zeigt
Equines Asthma ist kein Todesurteil für sportliche Aktivität. Arthrose ist kein Grund für kompletten Stillstand. Alter ist kein Trainingsverbot. Aber:
- Unangepasste Haltung.
- Fehlende Bewegung.
- Falsche Fütterung.
- Dauerstress.
Das sind Faktoren, die Probleme verstärken. Ich bin kein Wunder. Ich bin das Ergebnis von Anpassung. Und vielleicht erkennst du dein Pferd in mir wieder.
- Ein sensibles Pferd.
- Ein Asthmatiker.
- Ein Arthrosepatient.
- Ein älteres Pony, das mehr kann, als man ihm zutraut.
Vielleicht braucht es keinen Stillstand. Vielleicht braucht es einen Plan.
Und genau darüber wirst du hier noch mehr lesen. Über:
- Training älterer Pferde
- Atemwegsmanagement
- Arthrose & Bewegung
- Haltung als Gesundheitsfaktor
- ganzheitliche Pferdegesundheit
Ich bin Lilly.
Und ich bin noch lange nicht fertig.








