Motte, Vom rohen Jungpferd zur soliden Basis

Jennifer Reupke • 5. März 2026
Jungpferdetraining mit Struktur, Geduld und einem klaren Ziel.

„Ich bin nicht faul. Ich bin ein Haflinger mit Plan.“

Hallo, ich bin Motte.
Baujahr 2017.
Kräftiger Haflinger-Typ.
Ca. 150 cm geballte Substanz, mit Herz.

Seit ich sechs Monate alt bin, gehöre ich zu Jenny. Ich bin also kein „Zufallsprojekt“, sondern von Anfang an begleitet. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, bin ich heute noch roh.

Nicht angeritten. Nicht „fertig gemacht“. Nicht frühzeitig in ein System gedrückt. Ich bin am Anfang meiner Ausbildung. Und genau darum geht es hier.

Warum ein rohes Jungpferd kein Nachteil ist

In einer Zeit, in der Pferde oft früh funktionieren sollen, bewusst langsam zu bleiben, ist eine Entscheidung. Ich bin gesund. Ich habe keine Diagnosen. Keine Baustellen. Nur ein leichtes Übergewicht, was bei einem noch nicht gestarteten Trainingsaufbau absolut erklärbar ist. Meine Ausbildung beginnt nicht mit Tempo. Sondern mit Verständnis. Und das ist kein Stillstand, das ist Vorbereitung.

Exterieur & Typ, Warum mein Körper eine Rolle spielt

Ich bin ein schwerer Haflinger-Typ. Kräftig gebaut. Substanzvoll. Mit viel Tragkraft, aber auch mit dem Potenzial, bei falschem Training schnell kompakt und unbeweglich zu wirken. Gerade bei einem kräftigen Pferdetyp ist der Muskelaufbau entscheidend:


  • Tragkraft entwickeln
  • Rückenmuskulatur aktivieren
  • Hinterhand bewusst einsetzen
  • Gelenke langfristig gesund erhalten


Ein schwerer Typ braucht durchdachte Gymnastizierung. Nicht Druck. Nicht „mehr treiben“. Sondern Struktur.

Haltung als Ausbildungsbasis

Ich lebe im Offenstall mit Trail. Mit meiner Freundin Maggi. Ich bin rangniedrig. Sehr sozial. Und absolut unkompliziert im Herdengefüge. Ich schließe schnell Freundschaften, und durfte sogar schon Pferden Gesellschaft leisten, die zeitweise alleine standen. Diese soziale Stabilität ist keine Nebensache. Sie ist Trainingsgrundlage. Ein Pferd, das im Alltag ausgeglichen ist, kann im Training lernen.

Sensibilität ist keine Schwäche

Ich bin neugierig. Sehr lernwillig. Aber auch fein. Kommandos müssen klar und sanft gegeben werden. Druck macht mich nicht besser, nur vorsichtiger. Gerade im Jungpferdetraining ist das entscheidend:


  • Timing
  • Körpersprache
  • Konsequenz ohne Härte
  • Wiederholungen mit Sinn


Ein sensibles Jungpferd zwingt dich, sauber zu arbeiten. Und das ist ein Geschenk.

Unser Ziel: Eine solide Grundausbildung

Ich werde kein „schnell angerittenes Freizeitpferd“. Ich werde vorbereitet auf:


  • Bodenarbeit mit Struktur
  • Longenarbeit mit biomechanischem Verständnis
  • Muskelaufbau ohne Überforderung
  • Westerntraining mit klaren Grundlagen
  • Einen verlässlichen, gesunden Freizeitpartner


Bevor ich geritten werde, muss ich:


  • meinen Körper verstehen
  • Balance entwickeln
  • Kommandos sicher kennen
  • Vertrauen aufgebaut haben


Ein angerittenes Pferd ist kein Ziel. Ein ausgebildetes Pferd ist eines.

Warum ich Teil eines größeren Konzepts bin

Melody steht für Stoffwechsel & Fütterung. Lilly für Training trotz Diagnose. Und ich?


Ich stehe für:

Gesunde Entwicklung von Anfang an.


Für alle, die ein Jungpferd haben oder planen, eines auszubilden, werde ich Schritt für Schritt zeigen:


  • Wie beginnt man sinnvoll?
  • Wann ist ein Pferd wirklich bereit?
  • Wie baut man Muskulatur korrekt auf?
  • Welche Fehler passieren am häufigsten?
  • Warum ist Geduld kein Zeitverlust?


Meine Ausbildung wird kein Schnellprojekt. Sie wird ein Prozess. Und genau diesen Prozess dokumentieren wir hier.

Fazit: Ein Anfang mit Weitsicht

Ich bin 2017 geboren. Seit ich sechs Monate alt war, begleitet. Und jetzt beginnt mein nächstes Kapitel. Nicht spektakulär. Nicht laut. Sondern durchdacht. Wenn du ein Jungpferd hast oder planst, eines auszubilden: Bleib hier. Wir gehen diesen Weg gemeinsam.

Eure Motte

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