Das Grundfutter für dein Pferde
Grundfutter, ohne das geht es nicht

Merke:
Mindestens 1,5–2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht sollten täglich gefüttert werden – besser ad libitum, also mit ständigem Zugang, um den natürlichen Fressrhythmus zu unterstützen.
Heu, Heu, Heu...
und warum Heulage / Silage nicht ins Pferd gehört

Heulage / Silage wird häufig als staubarme Alternative zu Heu angeboten und besteht aus angewelktem, aber nicht vollständig getrocknetem Gras, das in Folie luftdicht verpackt und durch Milchsäuregärung haltbar gemacht wird. Auf den ersten Blick scheint sie für viele Pferdehalter praktisch: Sie ist leichter zu lagern, weniger staubig und kann bei Atemwegsproblemen oder Hustenpferden kurzfristig eine spürbare Erleichterung bringen, da sie kaum lose Partikel enthält.
Langfristig betrachtet gehört Heulage jedoch nicht in die naturnahe Pferdefütterung – und das aus guten Gründen:
1.Ungünstige Gärprozesse für den Pferdemagen
Die durch Milchsäurebakterien entstehende Gärung verändert die natürliche Struktur und das Mikromilieu des Futters. Der pH-Wert sinkt deutlich ab, was für Wiederkäuer unproblematisch ist, für den empfindlichen Pferdemagen und Dickdarm jedoch nicht. Pferde sind keine Gärfutterverwerter: Die Säurebelastung kann zu einer Übersäuerung im Verdauungstrakt, Störungen der Darmflora und Koliken führen.
2.Instabile Mikrobiologie im Darm
Die Darmflora des Pferdes ist auf rohfaserreiches, strukturstabiles Futter angewiesen. Heulage enthält jedoch weniger Rohfaser und mehr leicht verdauliche Kohlenhydrate, was das mikrobielle Gleichgewicht im Dickdarm empfindlich stören kann. Folgen sind Kotwasser, Blähungen, Durchfall oder langfristig Stoffwechselprobleme.
3.Falsche Fermentation und Verderbsrisiko
Selbst kleinste Mengen an Luft oder ungleichmäßige Gärung können in der Folie Schimmel oder Clostridien entstehen lassen – oft unsichtbar. Diese Keime sind für Pferde hochproblematisch und können Toxinbelastungen, Koliken oder Leberprobleme verursachen.
4.Fehlende physiologische Beschäftigung
Heulage wird meist schneller gefressen und enthält weniger Struktur. Dadurch verkürzt sich die Fresszeit, der Speichelfluss nimmt ab – was wiederum die Magengesundheit belastet und das Risiko für Magengeschwüre erhöht.
Merke:
Heulage mag kurzfristig für Hustenpferde eine staubarme Erleichterung bringen, ist aber keine artgerechte Dauerlösung. Für eine gesunde Verdauung, stabile Darmflora und langfristige Stoffwechselgesundheit sollte ein Pferd ausschließlich qualitativ hochwertiges, staubarmes Heu erhalten, gegebenenfalls bedampft oder gewaschen, um Staub zu reduzieren, statt gegorenes Futter zu füttern.
Was bekommt dein Pferd an Grundfutter / Raufutter?
Oder was hälst du von Heulage / Silage fürs Pferd. Schreib mir gerne deine Erfahrungen zum Thema...
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